Musiknacht

Iserlohn. Große Musiknacht an der Obersten Stadtkirche überzeugt auf ganzer Linie

Ein atmosphärischer Sommerabend mit abwechslungsreichen Tönen, sei es Vokal- oder Instrumentalmusik, mit Lichteffekten sowie einer ausgedehnten kulinarischen Pause mit viel Begegnung erwartete am Samstagabend die Besucher der großen Musiknacht, zu der in und rund um die Oberste Stadtkirche eingeladen wurde.

Die Musiknacht mit Chor, Orgel und Kleinkunst bot ein facettenreiches Programm, reich an virtuosen aber auch meditativen Stücken, vom Psalm-Gesang bis Tango. Dabei waren unter den 40 Einzelpunkten, welche in verschiedenen Blöcken dargeboten wurden, nicht alltägliche Kombinationen zu hören. Die zahlreichen Zuhörer waren ebenfalls eingeladen mitzusingen. An Stücken wie Antonio Vivaldi Larghetto aus dem Concerto Nr. 1 D-Dur in Bearbeitung von Johann Sebastian Bach und Stevie Wonders „You are the Sunshine of my Life“ wurde unter anderem deutlich, welch Bandbreite in der Musiknacht erklang. Kantor Hanns-Peter Springer, dem die Gesamtleitung oblag, versprach bei der Begrüßung nicht zu viel. „Die Nacht, mit ihrem ersten und zweiten Teil, ist ein Gesamtkunstwerk“, so der Kirchenmusikdirektor.
Veranstalter freuten sich über gutes Wetter

Eine Vielzahl an mitwirkenden Sängern und Musikern bescherte den anwesenden Musikliebhabern ein beeindruckendes Konzert. Neben der Evangelischen Kantorei Iserlohn wirkte der PopChor „Rise Up!“, beide unter der Leitung von Hanns-Peter Springer, mit. Mit Lukas Dallaff (Knabensopran), Angelina Nowak, Clara Schöttler, Lia Springer, Jonathan Förster und Aaron Schöttler waren aber auch junge Solisten aus den eigenen Reihen, und zwar aus dem jungen Chor „5nach5“, zu hören. Des Weiteren trugen folgende Solisten zum Musikgenuss der besonderen Art bei: Andreas Schwarz (Marimbaphon und Gongs), Daphne Barchewitz (Violoncello), Edýta Pietrasch Szyszko (Violine), Ulrich Stracke (Gitarre), Jonathan Förster (Klavier), Chelsea Turck (Cajon), Clara Schöttler (Flöte), Kirchenmusikdirektorin Ute Springer (Orgel und Klavier) sowie Hanns-Peter Springer (Cembalo) selbst.

War bei den vorherigen Musiknächten im Sommer das Wetter regnerisch, so konnten sich die Veranstalter der diesjährigen Musiknacht freuen. Die ausgedehnte kulinarische Pause mit viel Begegnung konnte im eingedeckten Innenhof vor der Obersten Stadtkirche stattfinden. Dort boten die verschiedenen Chöre an Ständen Kulinarisches für zwischendurch an, außerdem gab es einen Weinstand der Stiftung.

Spaziergang bei Kerzenschein um die Kirche

Neben einer Stärkung durfte die Pause zum Flanieren rund um die Kirche genutzt werden. Liebevoll, mit viel Kreativität, war der alte Friedhof neben bzw. hinter der Kirche dekoriert. Bei Kerzenschein konnten die Besucher so einen Blick in den sonst verschlossenen Bereich erhaschen.

Und am Ende der langen Musiknacht waren sich die Besucher angesichts des Musikgenusses aber auch nicht zuletzt auch aufgrund der Dekoration und der Arbeit, die die Verantwortlichen im Vorfeld investiert hatten, einig: Die gelungene Musiknacht 2015 war ein Hochgenuss für alle Sinne.

IKZ, 18.08.2015 – Annabel Jatzke
Foto: Annabell Jatzke