Senioren

Probenplan s. weiter unten,  zum Download als pdf-Datei hier

„Wer schon des Morgens dreimal schmunzelt,
des Mittags nicht die Stirne runzelt
und abends singt, dass laut es schallt,
wird hundertzwanzig Jahre alt“
(Volksmund)

Es ist kein Geheimnis mehr: die Senioren unserer Zeit sind aktiver und gesünder denn je; zumeist fühlen sie auch nicht mehr wie frühere Senioren. Doch die Alterspyramide steht bekanntermaßen bald Kopf, so dass es zukünftig immer mehr Menschen im Rentenalter geben wird. 

Als die Kantorei Iserlohn 1954 gegründet wurde, hatten ihre Mitglieder ein Durchschnittsalter von 22 Jahren. Die Menschen sind treu geblieben, mitgewachsen: heute liegt es bei ca. 60 Jahren. Anerkanntermaßen kann regelmäßiges chorisches Singen viele biologische Prozesse deutlich verlangsamen - leider letztlich aber nicht stoppen. Irgendwann wird es für die Meisten schwer, lange Generalproben, Aufführungen und Reisen durchzustehen, hohe Koloraturen zu meistern und die Spannkraft über lange Passagen zu halten. 

Hier setzt der Gedanke der Iserlohner Seniorenkantorei an: jede Choristin, jeder Chorist soll weitersingen dürfen, auch dann noch, wenn es in der Kantorei nicht mehr gut geht, keiner soll dieses vertraute Sozialgefüge über Nacht komplett verlieren. Damit dieser Wechsel kein Bruch ist, sind Menschen bei uns ab 60 eingeladen, „zweigleisig“ zu fahren und in Kantorei wie Seniorenkantorei mitzuwirken, später das eine vorbereitet zu lassen, das andere weiterzupflegen.

Wir sind heute 37 Mitglieder (2014) und offen für aktive Sängerinnen und Sänger, sofern diese über eine lange, ununterbrochene Chorpraxis verfügen; diese Vorbedingung besteht, denn gemäß der Idee ist es wichtig, diesen Chor für Kantoreimitglieder attraktiv zu gestalten und ihn behutsam wachsen zu lassen. So knüpfen wir auch an das Repertoire der Kantorei an.

Die Proben finden alle 2 Wochen, donnerstags 10.30-11.45 statt.

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte mit Kantor Hanns-Peter Springer einen
Informations- und Vorsingtermin (02371-13291).





Probenplan Seniorenkantorei



2018

Do, 07.06.

10.30-11.45

LH

Probe


Mi, 13.06.

15.00

15.30

Teerstegen-
haus

Einsingen

Auftritt

Diakonisches Singen

(event. + 16.15 Uhr Bethanien)

Do, 21.06.

10.30-11.45

LH

Probe


Do, 05.07.

10.30-11.45

LH

Probe


Di, 10.07.

19.00

Hermann-
straße 10

Sommerfest

Event. 18.30 Uhr Wichernhaus

Fr, 13.07.

15.00

16.00

OSTK

Einsingen

Gottesdienst

Hochzeit Michels

Ferien





Do, 30.08.

10.30-11.45

LH

Probe


Sa, 01.09.

17.45

19.30

OSTK

Einsingen

Konzert

Musiknacht

Mit Kantorei

Do, 06.09.

10.30-11.45

LH

Probe


Sa, 15.+ So, 16. September

Ganztägig

Herborn / Dillenburg

Chorfahrt

Mehr Info folgt

Do, 20.09.

10.30-11.45

LH

Probe


Do, 04.10.

10.30-11.45

JuCa

Probe


Do, 11.10.

10.30-11.45

JuCa

Probe

(eingeschoben)

Ferien+Feiertag





Do, 08.11.

10.30-11.45

JuCa

Probe


Do, 22.11.

10.30-11.45

JuCa

Probe


Do, 25.11.

9.30

10.30

LH

BK

Einsingen

Gottesdienst

Ewigkeitssonntag

. Info folgt





(Di, 18.12.

19.45

LH

Probe mit Kantorei

Nur für Hl. Abend

Mo, 24.12.

17.15

18.00

LH

OSTK

Einsingen

Gottesdienst

Christvesper mit Kantorei)



BK = Bauernkirche
JuCa = Jugend-Cafe
LH = Lutherhaus                       
OStK = Oberste Stadtkirche                  
RK = Reformierte Kirche


Ausflug der Seniorenkantorei am 22./23.3.2014


Ausflug Seniorenkantorei
                                        2014


Am ersten Frühlingswochenende startete die Seniorenkantorei zusammen mit ihrem Leiter Herrn KMD Springer zum zweiten gemeinsamen Ausflug, diesmal ins Lipperland nach Detmold.

Es war schade, dass nicht alle Chormitglieder mitfahren konnten, denn dank der umsichtigen Vorbereitung des „Reiseleiters“ Herrn Lötters wurde es ein entspanntes, rundum schönes Wochenende mit interessanten neuen Eindrücken, Musik, gutem Essen, Zeit für Gespräche und zum gegenseitigen besseren Kennenlernen.

Nach dem Bezug der Zimmer in einem gemütlichen, in der historischen Altstadt gelegenen Hotel und einem ersten Bummel über den Markt wurde die Gruppe schon von der „Fürstin Pauline“ im Schlossgarten zur Stadtführung erwartet. Dabei beeindruckten die vielen schönen Fachwerkhäuser, das zentral gelegene Residenzschloss oder auch das klassizistische Landestheater. Die „Fürstin“ erklärte vieles über die Geschichte der Stadt, berühmte Persönlichkeiten und Gäste, das Fürstentum und ihre eigene Regentschaft von 1802 bis 1820. Sie erlangte besondere Bedeutung durch ihr soziales Engagement, hob die Leibeigenschaft der Bauern auf, gründete eine „Kinderbewahranstalt“ und ein Pflegeheim.

Zum Mittagessen traf man sich in Strates Brauhaus (mit besonders engagierter Bedienung) und nach einer geruhsamen Mittagspause war der nächste Programmpunkt die Besichtigung des Fürstlichen Residenzschlosses im Stil der Weserrenaissance. Bei der Führung werden verschiedene Prunkräume mit Jagdwaffen- und Porzellansammlungen, wertvollen Wandgobelins und teilweise historischer Möblierung gezeigt. In einem nicht zugänglichen Flügel des Schlosses lebt der derzeitige Chef des Adelshauses Lippe, Prinz zur Lippe, mit seiner Ehefrau.

Nach dem Abendessen im Hotel war es nur ein kurzer Weg ins Landestheater. Auf dem Programm stand die Oper „Jenufa“ von Leos Janacek aus dem Jahr 1890, eine sehr bewegende Aufführung, die zum großen Teil in tschechischer Sprache gehalten war und Anlass zu intensiven Gesprächen gab.

Am Sonntagmorgen ging es zum Einsingen in die Erlöserkirche am Markt, wo die Seniorenkantorei den Gottesdienst musikalisch mitgestaltete, sich danach über eine sehr positive Resonanz freuen konnte und auch noch in den Genuss einer anschließenden Orgelmatinee mit Werken von Distler, J.S.Bach und Mozart kam.

Bevor der Bus am Sonntagmittag nach Iserlohn zurückfuhr, gab es noch einen Abstecher zum Hermannsdenkmal (siehe Foto), und bereits während der Fahrt wurde beratschlagt, wohin der nächste Ausflug der Seniorenkantorei gehen könnte.




Besuch der Seniorenkantorei in Eisenach am 21. und 22. Oktober 2011

Seniorenkantorei


Bei wunderschönem Herbstwetter startete am Freitagmorgen eine Gruppe von zwanzig Mitgliedern der Seniorenkantorei zusammen mit ihrem Chorleiter Herrn Springer zur ersten gemeinsamen Fahrt, die im bequemen Reisebus nach Eisenach führte - gut vorbereitet und organisiert vom „Reiseleiter“ Herrn Lötters.

Nachdem die Hotelzimmer bezogen waren und man gemeinsam zu Mittag gegessen hatte, führte der erste kurze Spaziergang über den Marktplatz zur Georgenkirche.

Die um 1180 erbaute und später erweiterte Kirche ist eines der ältesten protestantischen Gotteshäuser und von historischer Bedeutung. Im Jahre 1221 wurden hier der Landgraf Ludwig IV. von Thüringen und die ungarische Königstochter Elisabeth (die spätere hl. Elisabeth) getraut. Im Chor der Kirche finden sich die Grabplatten der Thüringer Landgrafen.
Als Schüler der Eisenacher Lateinschule sang Martin Luther in dieser Kirche, später predigte er mehrfach hier, zuletzt im Mai 1521, kurz bevor er auf die Wartburg kam.
Am 23.3.1685 wurde Johann Sebastian Bach zwei Tage nach seiner Geburt in Eisenach hier getauft.
An seinem Taufstein wurde am 31.10.2011 das Jahr der Kirchenmusik eröffnet; und zehn Tage vorher durfte die Iserlohner Seniorenkantorei an diesem geschichtsträchtigen Ort singen! Der Chorleiter hatte vorausschauend genügend Notenbücher mitgebracht.

Für den Nachmittag hatte die Reiseleitung einen Besuch im Bachhaus vorgesehen. Das 600 Jahre alte Bürgerhaus, am zentralen Frauenplan gelegen, ist das mutmaßliche Geburtshaus von Johann Sebastian Bach. Er lebte nach seiner Geburt am 21.3.1685 bis zum zehnten Lebensjahr und dem Tod seiner Eltern in Eisenach.  Seit 1907 Museum vermittelt das Haus zusammen mit einem modernen Anbau umfangreichste Informationen zum Leben und Werk des Johann Sebastian Bach. Zu sehen sind beispielsweise eine Notenhandschrift von J. S. Bach, kuriose Instrumente wie die Trompetenvioline; über den Thomaskantor ist viel zu lesen und natürlich auch zu hören, so auch in der Musikvorführung an historischen Instrumenten. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Aufführungspraxis von Bachwerken.

Es blieb noch Zeit zum Stöbern im Museumsshop, für einen Kaffee oder Stadtbummel, bevor sich alle zum Abendessen und gemütlichen Beisammensein im Hotel trafen.
Nachdem sich die Gruppe am umfangreichen Frühstücksbuffet gestärkt hatte, startete der Bus am folgenden Morgen Richtung Wartburg. Ganz märchenhaft erschien die Burg aus dem morgendlichen Herbstnebel. Eine Führung machte mit der Geschichte und den Geschichten der Wartburg vertraut: der Sage nach 1067 gegründet, Wohnsitz der hl. Elisabeth von 1211-27, in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts Austragungsort des „Sängerwettstreits auf der Wartburg“ (später von R. Wagner in der Oper „Tannhäuser“ thematisiert). Die Besucher werden auch durch das Lutherzimmer geführt, wo Martin Luther 1521-22 das Neue Testament übersetzte. 1817 fand das Wartburgfest, eine historische Zusammenkunft der deutschen Burschenschaften hier statt.
Vor der Heimfahrt nach Iserlohn saßen die Reisenden noch einmal beim Mittagessen zusammen. Es ist schade, dass nicht alle Mitglieder der Seniorenkantorei an der Fahrt teilnehmen konnten. Diese erste gemeinsame Unternehmung brachte neben interessanten und schönen Erlebnissen bei wunderbarem Herbstwetter viel Gelegenheit zu Gesprächen und gegenseitigem besseren Kennenlernen, und Lust  auf weitere Ausflüge!