Chorleiter





Hanns-Peter Springer    Ute Springer


 
Ehren-Titel für Ute und Hanns-Peter Springer

Unseren Kantoren Ute & Hanns-Peter Springer wurden von der Westfälischen Landeskirche
die Ehren-Titel 
"Kirchenmusikdirektorin" bzw. "Kirchenmusikdirektor" verliehen.

Bericht über die Verleihung der Urkunden am 14.01.2012
im IKZ:

Auszeichnung auch für alle Wegbegleiter

Superintendentin Martina Espelöer überreichte nach einem Beschluss des landeskirchlichen Kollegiums vom 8. November 2011 am Samstag in der Obersten Stadtkriche die Ernennungsurkunden an Ute und Hanns-Peter Springer.

„Die Verleihung dieser Ehrentitel durch die Evangelische Kirche von Westfalen ist die Frucht Ihrer Arbeit, denn durch Sie beide erlebte die Kirchenmusik ein Aufblühen in allen Bereichen.“ Mit diesen Worten überreichte Superintendentin Martina Espelöer am Samstagabend bei einer Andacht in der Obersten Stadtkirche dem Kantoren-Ehepaar Ute und Hanns-Peter Springer ihre Ernennungsurkunden zu Kirchenmusikdirektoren.

„Mutige und innovative Wege“ seien die beiden im vergangenen Jahrzehnt gegangen, um „Menschen unterschiedlichen Alters einen neuen Zugang zur Kirchenmusik zu ermöglichen“. So haben Springers sieben Chöre in den vergangenen Jahren ins Leben gerufen, fünf alleine im Bereich der Kinder- und Jugendkantorei, dazu den neuen Popchor „Rise up“ und die Seniorenkantorei. Außerdem hätten sie gemeinsam mit Dekanatskantor Tobias Aehlig von St. Aloysius, der am Samstag auch die festliche Andacht zur Verleihung musikalisch mitgestaltete, die ökumenische Zusammenarbeit in der Kirchenmusik mit einem gemeinsamen Jahresprogramm - 2012 gibt es die dritte Auflage - auf eine neue Ebene gebracht. Und Springers hätten auch einen maßgeblichen Anteil am bundesweiten Projekt „366 + 1, Kirche klingt 2012“. Die musikalische Stafette durch ganz Deutschland im gerade begonnenen „Jahr der Kirchenmusik“ macht dabei in der von den neuen Kirchenmusikdirektoren betreuten 15. Kalenderwoche in der Region Station und dabei am 11. April in der Obersten Stadtkirche. „Die Kirchenmusik in Iserlohn ist mit Ihrem Namen verbunden“, unterstrich Martina Espelöer. „Musik ist Ihr Leben und Sie lassen uns auf beeindruckende Weise daran teilhaben.“ Man müsse nicht fromm sein, um Kirchenmusik zu hören, „aber man kann davon fromm werden.“

„Der Funke ist übergesprungen, hier wird gerne gesungen“, bestätigte Gemeindepfarrer Udo Schulte in seiner Ansprache während der Andacht, dass die Springers der ureigensten Kantorenaufgabe, die Menschen zum Singen, „einem Wesensmerkmal einer lebendigen Gemeinde“, zu ermutigen, vollauf gerecht werden. Zwar klappe es in den Gottesdiensten noch nicht ganz so wie am Samstag: „Aber wir arbeiten daran“, meinte Schulte schmunzelnd.

In der Tat war die einstündige Andacht aber auch eine sehr beeindruckende Vorführung der musikalischen Fähigkeiten der Kantorei und der Seniorenkantorei. Während letztere mit drei Werken das Programm mitgestaltete, füllten unter dem Dirigat von Hanns-Peter Springer und teils begleitet von Ute Springer am Flügel, die nach einem Skiunfall derzeit mit lädiertem Knie nur eingeschränkt mitwirken kann, die Stimmen der Sängerinnen und Sänger in den Bänken den Kirchenraum komplett aus. Zur Freude der neuen Kirchenmusikdirektoren nahmen auch noch drei weitere Kantoren-Kollegen aus dem Kirchenkreis an der Andacht teil, einer von ihnen, Johannes Köstlin aus Altena, spielte auch mehrere Lieder an der Orgel. Am Ende räumte er aber gerne seinen Platz für Hanns-Peter Springer, der mit einer imposanten Darbietung der „Toccata“ aus der Symphonie Nr. 5 von Charles-Marie Widor die begeisterten Besucher aus der Kirche entließ und damit, wie er beim anschließenden traditionellen Neujahrsempfang der Kantorei im Lutherhaus berichtete, auch noch ein altes Versprechen einlöste. Denn jenes Stück hatte die Superintendentin vor eineinhalb Jahren bei ihrer Amtseinführung nicht zu Ende hören können, weil sie dabei schon selber aus der Kirche ausziehen musste.

„Wir freuen uns von ganzem Herzen über die Auszeichnung“, sagte Hanns-Peter Springer auch im Namen seiner Frau und betonte, dass aus der Lunte, die sie vor zehn Jahren gelegt hätten, nur dank der Mitarbeit vieler „etwas Zündendes“ geworden sei. Die Titel seien somit auch eine Auszeichnung für alle Wegbegleiter, gleich ob aktiv oder als Zuhörer in Gottesdiensten und Konzerten. Als Sprecher des Beirats der Kantorei gab Gerhard Lötters den Dank zurück: „Wir freuen uns, dass wir jede Woche bei den Proben das Aufblühen der Kirchenmusik neu miterleben dürfen!“

Torsten Lehmann, IKZ, 16.01.2012